Elastomere

Als Experte für Spezialcompounds produziert die RADO eine Vielzahl von Mischungen nach eigener oder Kundenrezeptur. Dank unserer langjährigen Erfahrung sind wir in der Lage, Ihnen für jede Anwendung das passende Compound vorzuschlagen und zu produzieren. Profitieren Sie von unserem umfangreichen Wissen und unserem Know-how bei der Verarbeitung und Veredelung von Fluor-Kautschuk, Fluor-Silikon-Kautschuk, Silikon-Kautschuk und vielen weiteren Spezialkautschuken.

Unsere Elastomere bieten die ideale Voraussetzung für die Weiterverarbeitung zu hochwertigen, langlebigen Erzeugnissen für Einsatzgebiete wie den Automotive-Bereich, die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Kabel- und die Elektroindustrie oder den Erdgas- und den Erdöl-Förderbereich.

Das RADO-Portfolio umfasst ein breites Spektrum an Compounds, die sich durch unterschiedlichste Eigenschaften wie Hitze- und Kältebeständigkeit, Witterungsbeständigkeit, Medienbeständigkeit und eine lange Lebensdauer auszeichnen.

Kompetenz in der Entwicklung und Herstellung von Kautschuk-Mischungen hat die RADO zu einem Partner gemacht, der in hohem Maße zum Markterfolg seiner Kunden beiträgt. Machen Sie sich ein Bild von unserem Leistungsspektrum und überzeugen Sie sich selbst von der Hochwertigkeit unserer Produkte.

Elastomere in breiter Vielfalt und höchster Qualität

Schläuche, Dichtungen, Formteile - Elastomere kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zur Anwendung. Dabei stellt jedes Einsatzfeld ganz spezielle Ansprüche bezüglich der Entropie-Elastizität, der Wärme- und Kälteverträglichkeit, der Ozon- und Wetterbeständigkeit oder der Verträglichkeit der Kautschuke gegenüber verschiedenen Medien und Chemikalien. Mit unserem riesigen Erfahrungsschatz können wir in der RADO alle Elastomere nach Ihren speziellen Wünschen verarbeiten und dafür sorgen, dass diese Kautschukmischungen den besonderen Ansprüchen an Qualität und Zuverlässigkeit im jeweiligen Einsatzfeld gerecht werden. Unsere Verfahrenstechniker optimieren den Mischprozess für jeden einzelnen Compound, sodass Ihnen am Ende genau die Mischungen zur Verfügung stehen, die Ihre Erwartungen in jeglicher Hinsicht erfüllen. Dabei hilft uns unsere hohe Expertise, die wir uns im Laufe des langjährigen Bestehens unseres Unternehmens angeeignet haben.

Was genau sind Elastomere?

Bei Elastomeren handelt es sich um formfeste, aber elastisch verformbare Kunststoffe, deren Glasübergangspunkt unterhalb der Raumtemperatur liegt. Die Kunststoffe können sich unter Zug- und Druckbelastung verformen, kehren aber anschließend wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurück. Dieses Verhalten wird als Entropie-Elastizität bezeichnet.

Entropie-Elastizität bei Elastomeren

Polymere bestehen aus langen Polymerketten, entlang derer die sich einzelnen Kettenelemente dieser Kunststoffe gegeneinander drehen lassen. Diese Drehbarkeit ist bei Elastomeren so stark ausgeprägt, dass sich die Moleküle zu einem Polymerknäuel verdrillen. Werden aus solchen Polymerketten aufgebaute Kunststoffe durch Zugspannung gedehnt, richten sich die Polymerketten in Richtung der Belastung aus - das Elastomer wird gedehnt. Entfällt die Zugspannung, relaxieren die Polymerketten und die Elastomere ziehen sich zusammen. Hierbei handelt es sich um einen entropischen Effekt, woher sich auch der Begriff Entropie-Elastizität ableitet. Da sich die Drehbewegung umso effizienter und schneller vollzieht, je mehr Energie dafür vorhanden ist, steigt die Entropie-Elastizität der Elastomere mit der Temperatur. Sinkt die Temperatur in einen Bereich, in dem die thermische Energie nicht mehr genügt, um die Drehbewegungen zu vollziehen, verlieren die Kunststoffe ihre Entropie-Elastizität und verhärten.

Die wichtigsten Elastomere der RADO im Überblick

Fluor-Kautschuk (FPM)

Fluor-Kautschuk zeichnet sich durch ausgezeichnete Beständigkeit gegen Ozon, Witterung, hohe Temperaturen, Mineralöle, synthetische Hydraulikflüssigkeiten, Kraftstoffe und viele weitere Medien aus. Anwendung findet dieses Material vor allem in Form von Schläuchen, Kabelisolierungen, Dichtungen, Gummierungen, Dachbahnen und Auskleidungen. Die Fluor-Elastomere werden überwiegend im Automobilbau eingesetzt und ersetzen Materialien, die den gestiegenen Anforderunegn hinsichtlich chemischer und thermischer Beständigkeit nicht mehr standhalten.

Fluor-Silikon-Kautschuk (FVMQ)

FVMQ besitzt ähnliche physikalische und mechanische Eigenschaften wie Silikon-Kautschuk, ist im Gegensatz dazu jedoch beständig gegenüber Mineralölen und Kraftstoffen. Diese Elastomere eignen sich für hohe Temperaturen, kommen aber auch mit Kälte sehr gut zurecht. Bevorzugte Einsatzgebiete sind die Luft- und Raumfahrt sowie Fördereinrichtungen für Erdgas. In der Automobilindustrie findet sich FVMQ in Form von Dichtungen, O-Ringen und Membranen für Kraftstoffsysteme bei Temperaturen bis 170 °C.

Silikon-Kautschuk (VMQ)

Silikon-Kautschuk bietet neben einem guten Hoch- und Tieftemperaturverhalten eine gute Witterungs- und Chemikalienbeständigkeit sowie gute physiologische Eigenschaften. Eher mäßig sind seine mechanischen Eigenschaften. Gegenüber Mineralölen ist Silikon unbeständig. Silikon-Elastomere sind beliebte Werkstoff für Formteile, Flachdichtungen und O-Ringe in der Medizintechnik und im Lebensmittelbereich, werden aber auch für die Isolierung elektrischer Leitungen verwendet.

Farbbatche

Farbbatche sind polymerisierte Additive, die Silikon-Mischungen, Fluorsilikon-Mischungen und Fluor-Compounds zum Einfärben zugeführt werden können. Die farbgebenden Elastomere stauben nicht wie Pulverpigmente, tropfen nicht wie Flüssigfarbstoffe und sind dadurch einfacher zu verarbeiten. Auf Wunsch lassen sich die diese speziellen Granulate mit UV-Stabilisatoren, Flammschutzmitteln, Gleitmitteln und vielen weiteren Zusatzstoffen ausstatten. Eine Standardisierung nach RAL gewährleistet einen stets identischen Farbton im Endprodukt und sorgt zugleich für Kosteneffizienz.

Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk (HNBR)

HNBR-Elastomere weisen sehr gute mechanische Eigenschaften und eine im Vergleich zu NBR deutlich höhere Temperaturbeständigkeit auf. Zudem sind sie beständig gegenüber Mineralölen, pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten sowie Hydraulikflüssigkeiten. Eingesetzt wird Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk unter anderem als Dichtungswerkstoff für O- und Lippenringe im Temperaturbereich bis etwa 150 °C und in Klimaanlagen, wenn beispielsweise das Kältemittel R134A zur Anwendung kommt.

Ethylen-Acrylat-Kautschuk (AEM)

AEM ist resistent gegen Hitze, Öl und Ozon. Er bietet eine gute Beständigkeit gegenüber Schmierölen und Schmierfetten, auch wenn diese aggressive Zusatzstoffe enthalten. Typische Anwendungsfelder für diese Elastomere sind alle Arten statischer Dichtungen, die in Kontakt mit Öl kommen, wie das beispielsweise in Ölpumpen, Getrieben und Ventilhauben der Fall ist. Ethylen-Acrylat-Kautschuke sorgen für eine lange Lebensdauer von Teilen in Luftführungssystemen und im Antriebsstrang von Kraftfahrzeugen und in einem weiten Temperaturbereich für Langzeitbeständigkeit unter Einfluss diverser Chemikalien.

Acrylat-Kautschuk (ACM)

Acrylat-Kautschuk bietet eine hohe Beständigkeit gegen hohe Temperaturen, Sauerstoff und Ozon sowie eine gute Quellbeständigkeit in Mineralölen. Von Nachteil sind seine schlechte Hydrolysebeständigkeit und seine hohe Wasseraufnahme. Hauptanwendungsgebiet dieser Elastomere ist die Automobilindustrie, die sie insbesondere für Dichtungen, O-Ringe, Membranen und Ölschläuche für höhere Temperaturen nutzt. Darüber hinaus wird ACM zu Walzenbelägen verarbeitet.

Epichlorhydrin-Kautschuk (ECO)

Epichlorhydrin-Kautschuk vereint in sich die guten Eigenschaften von Nitrilkautschuk hinsichtlich der Mineralölbeständigkeit und des geringen Druckverformungsrests mit einer guten Ozon- und Witterungsbeständigkeit. Allerdings benötigen ECO-Elastomere relativ lange Vulkanisationszeiten und häufig auch ein Nachtempern der Vulkanisate. Verwendet wird Epichlorhydrin-Kautschuk vor allem für Dichtungen, Schläuche und Membranen, wenn zugleich eine gute Mineralölbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Ozon und Umweltbedingungen gefordert ist.

Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR)

NBR überzeugt durch gute mechanische Eigenschaften, ein gutes Tieftemperaturverhalten, eine höhere Abriebfestigkeit und einen geringen Druckverformungsrest als die meisten anderen Elastomere. Gut beständig gegen Mineralöle, Hydraulikflüssigkeiten und Kraftstoffe findet es Anwendung in Tankschläuchen, Hydraulikschläuchen und Dichtungen für Kraftstofftanks. Des Weiteren wird es zu diversen technischen Artikeln, Walzen, Platten und Matten weiterverarbeitet.

Chloropren-Kautschuk (CR)

Chloropren-Kautschuk eignet sich hervorragend für Einsatzgebiete, die eine hohe Witterungs-, Ozon-, Alterungs- und Salzwasserbeständigkeit erfordern. Um diese Eigenschaften zu erzielen, werden der Gummimischung entsprechende Schutzmittel beigegeben. Meist wird CR als Werkstoff für O-Ringe und Dichtungen verwendet, wenn Kältemittel zum Einsatz kommen. Wegen ihrer guten Flammwidrigkeit sind diese Elastomere auch in Bereichen mit Brandgefahr einsetzbar.

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM)

EPDM ist resistent gegen Sauerstoff und verdünnte Säuren und weist eine überdurchschnittlich gute Chemikalienbeständigkeit, eine sehr gute Altersbeständigkeit sowie eine hohe Entropie-Elastizität auf. Unbeständig ist dieser Kautschuk gegenüber Mineralölprodukten. Zum Einsatz kommen die Elastomere bevorzugt in Zusammenhang mit Bremsflüssigkeit auf Glykolbasis, mit Heißwasser und Heißdampf. Weitere Anwendungsfelder finden sich in der Automobilindustrie, im Lebensmittelsektor und in der Pneumatik.

Die wichtigsten Beständigkeiten und Einsatztemperaturbereiche unserer Elastomere

Bislang gibt es kein Elastomer, das resistent gegenüber sämtlichen Gasen und Flüssigkeiten ist. Daher gilt es, aus der Vielzahl entsprechender Kunststoffe denjenigen auszuwählen, der nicht nur die gewünschten technischen Spezifika, sondern auch eine hohe Resistenz gegen einwirkende Medien bietet. In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Beständigkeiten unserer Hauptprodukte für Sie zusammengestellt.

Kurz-Bezeichnung Mineralöle Kraftstoffe Ozon Wasser Einsatztemperatur
FPM 1 1 1 2 ca. -20 bis +200 °C
FVMQ 1 1 1 2 ca. -50 bis +250 C°
VMQ 2 - 1 1 ca. -60 bis +280 °C
HNBR 2 2 2 2 -30 bis +160 °C
AEM 1 2 2 3 ca. -40 bis +150 °C
ACM 1 3 1 3 ca. -40 bis +170 °C
ECO 1 1 2 2 -40 bis +140 °C
NBR 1 1 3 1 ca. -40 bis +120 °C
CR 2 - 2 2 ca. -20 bis +80 °C
EPDM - - 1 1 ca. -40 bis +150 °C
Rolf Müller
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