Fluor-Silikon-Kautschuk

Fluor-Silikon-Kautschuk unterscheidet sich von reinem Silikon-Kautschuk (VMQ) dadurch, dass ein Teil der Methylgruppen durch Trifluorpropyl-Gruppen ersetzt wurde. Entsprechende Compounds vereinen die in sich gute Quellbeständigkeit von Fluor-Kautschuk (FPM) mit der Tieftemperaturflexibilität von VMQ.

FVMQ verfügt über vergleichbare physikalische Eigenschaften wie Silikon-Kautschuk. Beide Compound-Typen punkten gleichermaßen durch Witterungsbeständigkeit, Ozonbeständigkeit und eine extreme Tief- und Hochtemperaturbeständigkeit. Hinsichtlich der chemischen Beständigkeit bietet Fluor-Silikon jedoch eine zusätzliche Verträglichkeit gegenüber aromatischen Mineralölen, Kraftstoffen und niedermolekularen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Einige der Fluor-Silikon-Arten weisen darüber hinaus einen verbesserten Druckverformungsrest auf.

Dank seiner hervorragenden Medienbeständigkeit eignet sich Fluor-Silikon-Kautschuk besonders gut für eine Verwendung in der Dichtungstechnik. Daraus gefertigt werden unter anderem O-Ringe, Dichtungen, Schlauchinnenlagen (z. B. in Turboladerschläuchen) und Membrane für Automobile, in erster Linie für Kraftstoffsysteme bei Temperaturen von bis zu 170 °C. Weitere Anwendungsfelder sind Erdgasanlagen und Fördereinrichtungen für Erdgas sowie die Luft- und Raumfahrttechnik. Da Fluor-Silikon-Compounds eine hohe Schrumpfrate besitzen, unterscheiden sich Fertigungsformen für daraus erzeugte Produkte oft von denen anderer Elastomere.

Die RADO verfügt über das Know-how alle Fluor-Silikon-Compounds nach der Herstellung zu strainern.

Rolf Müller
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