Fluor-Kautschuk

Fluor-Kautschuk ist der Oberbegriff für eine große Bandbreite an Polymerisaten, die sich durch sehr gute Temperatureigenschaften und ihre Beständigkeit gegenüber Ölen, Fetten, Mineralsäuren und zahlreichen Chemikalien auszeichnen. Darüber hinaus verfügen diese Elastomere noch über viele weitere nützliche Eigenschaften, dank derer sie sich je nach genauer Rezeptur für die verschiedensten Anwendungsbereiche eignen.

Gewonnen wird Fluor-Kautschuk durch Polymerisation von Vinylidenfluorid unter Beigabe fluorhaltiger Monomere. Dabei entstehen unterschiedlich aufgebaute Co-, Ter- oder Tetrapolymere mit Fluorgehalten von 65 bis 71 Prozent.

Die Vernetzung erfolgt mittels Bisphenol AF, Peroxiden oder Diaminen. Sehr gute mechanische Eigenschaften lassen sich durch ein mehrstündiges Tempern erzielen.

Zu den wichtigsten Einsatzgebieten dieser Kautschuk-Mischungen zählen der Automobilbau und die Luft- und Raumfahrtindustrie. Die in der RADO hergestellten Fluor-Kautschuk-Compounds werden unter anderem zu Schläuchen weiterverarbeitet, etwa zu Kraftstoff- sowie Turboladerschläuchen für die Automotive-Industrie. Fluor-Kautschuk eignet sich aber ebenso gut zur Herstellung von Dichtungen, Kabelisolierungen, Auskleidungen, Membranen und Schutzhandschuhen. Formteile aus FPM sind in jeder beliebigen Geometrie produzierbar.

Rolf Müller
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