Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk entsteht durch die Copolymerisation von Ethylen, Propylen und einem Dien mit nichtkonjugierten Doppelbindungen mithilfe von Ziegler-Natta- oder Metallocen-Katalysatoren. Während Ethylen-Propylen-Kautschuk (EPM) nur peroxidisch oder strahlenvernetzbar ist, lässt sich EPDM sowohl peroxidisch als auch mit Schwefel vernetzen. Die Elastizität hängt dabei vom Grad der Vernetzung ab.

EPDM weist eine sehr gute Ozonbeständigkeit, eine sehr gute Witterungsbeständigkeit und eine geringe Wärmealterung auf. Außerdem ist er beständig gegenüber Temperaturen von bis zu 150 °C und resistent gegen polare Substanzen und Dampf.

Benzin, Kraftstoffen und Mineralölen haben diese Compounds jedoch nur wenig entgegenzusetzen. 

Dank seiner herausragenden Eigenschaften hat EPDM den ursprünglich verwendeten Natur-Kautschuk in vielen Bereichen abgelöst. Sowohl im Automotive-Sektor als auch in der Baubranche ist dieser Kautschuktyp das am häufigsten eingesetzte Material für Dichtungen. Darüber hinaus wird er zur Produktion von Schläuchen, Membranen und Profilen (Tür- und Fensterdichtungen) genutzt. Des Weiteren findet Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk in sicherheitsrelevanten Teilen von Kfz-Bremssystemen Anwendung.

Rolf Müller
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